Pimp my Life!
Längst gehört das “pimpen” zu unserem Alltagsvokabular. Kaum jemand denkt an die ursprüngliche Bedeutung des Pimps, den Zuhälter oder an „to pimp” mit der Übersetzung „kuppeln.” Dennoch ist der Pimp-my-Life-Trend nicht ganz losgelöst von der ursprünglichen Bedeutung zu betrachten, denn indem wir uns intensiv mit einem Produkt beschäftigen, verkuppeln wir uns mit der Welt. Das bedeutet: Die materielle Warenwelt und ihr Herstellungsprozess sind uns entfremdet und in dem Moment, wenn wir z.B. das neue Auto mit unseren Accessoires versehen, machen wir sie uns wieder zu eigen.
Wir pimpen unsere Händis mit kleinen Anhängern und unsere i-pods mit ausgefallenen Täschchen. Pimpen bedeutet, einem Massenprodukt durch Veredeln, Schmücken oder Ausstaffieren eine persönliche Note und einen ganz privaten Luxus zu geben. Jeder kann zum Designer werden und ein Konsumgut mit dem letzten i-Tüpfelchen aufmotzen und so aus x-Beliebigem ein eigenes Lieblingsstück machen.
Mit Blumen lässt sich übrigens fabelhaft pimpen: Einfach wie hier Prärieenzian (Eustoma), Rosen, Nelken oder Chrysanthemen in Stapel gewöhnlicher Plastikbecher stecken und schon fällt man durch kreative Extravaganz auf.


