“Lass uns mal was Hübsches nur für Frauen machen”:
Rosa ist die Brille, mit der man in eine bessere Zukunft gucken will, Rosa ist die Farbe für weibliche Babies und die Spielzeugwelt kleiner Mädchen. Rosa ist Barbies Reich, vom rosa Wohnmobil bis zum rosa Pferd. Rosa ist der Kleinkinderschminkkasten und auch Prinzessin Lillifee vertickt Möbel, Schulzubehör und vieles mehr in lieblichem Rosa.
Aber jetzt kommt´s: Auch im Erwachsenenalter sollen sich Frauen am besten noch mit rosa Kram umgeben. Da heißt es dann im Briefing etwa so. Händihersteller zum Produktdesigner: „Lass uns mal was Hübsches nur für Frauen machen.” Produktdesigner: „Oh ja, well. Das ist eine gute Idee.” Eine Woche später sagt eben der: „Fabelhafte Idee gehabt. Let´s shrink it and pink it.*” So schlicht, so klein, so wonniglich geht es oft zu im kreativen Designerhirn. Und heraus kommen Rasierer in Rosa, Navigationsgeräte, die auf den abgedrehten Namen „Pink Nüvi” hören, Händis in Pink, iPods in Zartrosé und Laptops passend zum Teint in schmeichelhaftem Puderrosa.
Welche Frau möchte da nicht mal gerne zum rosa Hämmerchen aus dem rosa Werkzeugköfferchen der Firma Freudenhaus greifen und der Männerwelt einbläuen: „Hey Jungs, passt auf. Wir brauchen keine rosa Warenwelt. Wir sind weitaus komplexer als Paris Hilton und werden keinesfalls im nächsten Meeting ein Barbie-Laptop aufklappen. Wenn ihr uns also glücklich machen wollt, dann zieht erstens nie wieder rosafarbene Hemden an (die gehen echt gar nicht) und überrascht uns zweitens lieber ab und zu mal mit kreativem Blumenschmuck. Der schmeichelt unserer Weiblichkeit von ganz klein bis ganz groß und gerne auch ganz in Rosa. Fiori - capice?**
*Lass es uns kleiner machen und rosa färben.
**Blumen - verstanden?


