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Seit etwa einem Jahrzehnt leben wir getrieben von dem Streben nach Wohlfühlmomenten. Das mag an dem ausgiebigen Nationalgejammer über das Ende der fetten Jahre liegen, an dem steigenden Leistungsdruck und an der Angst vor dem sozialen Abstieg, die uns im Nacken sitzt. Eine riesige Industrie kümmert sich um unsere sogenannten Wellnessbedürfnisse und präsentiert uns fernöstliche Entspannungsmusik, bakterienträchtige Joghurts, Anti-Aging Präparate, spirituelle Tees und Mineralwässer, die unsere Laune heben sollen. Und wir entspannen vermeintlich bei Aromatherapie und Ayurveda, Thalasso und Tai Chi, Yoga und Reflexzonenmassage. Die sollen uns neue Kraft und Lebensfreude schenken, ein gutes Körpergefühl verleihen und am besten auch noch bei der Suche nach dem Sinn und der Identität behilflich sein.

Wir kuscheln durch eine Gegenwart umgeben von weichen, cremigen Kaffeeschaum, dampfenden Spas, Wärmflaschen im Fellmäntelchen, wir wabern als Wohlfühlwattebällchen durchs Weltall begleitet von einer omnipräsenten „Wohlfühlfaser”, dem Kaschmir. Kaschmir, diese Edelhaarfaser aus dem Unter- und Flaumhaar der indischen Kaschmirziege, war einst Pullovern, Mänteln, Schals vorbehalten. Heute gilt diese Wolle als Synonym für das Diktat, sich gefälligst wahnsinnig kuschelig wohl zu fühlen. Zum Beispiel mit der Duschcreme „Cashmere Moments”, dem Drei Wetter Taft mit Cashmere Touch, dem Eau de Toilette „Cashmere Mist” (übersetzt aus dem Englischen: Kaschmirnebel) oder der Reisetasche aus der Montblanc Cashmere in Leather Kollektion, selbstverständlich aus Lammfell, aber natürlich mit Kaschmir-Haptik.
Hallo, geht´s noch? Glaubt ihr wirklich, dass man sich Lebensfreude in die Haut einmassieren kann oder dass sich Spiritualität aufsprühen lässt? Bastelt euch mit ein bisschen Fantasie doch eure Aromatherapie mit Kaschmirfaktor selber. Kauft ein paar Bunde Blumen (gerne auch mit Duft), gebt sie zum Aqua-Balancing in ein Gefäß mit Wasser und massiert so eure Augen-Reflexzonen gleich über mehrere Tage. Schließlich werdet ihr feststellen: Das macht Spaß, das wärmt das Herz, das kasch-mir* durchaus öfter mal leisten.
*Aus „das kann ich mir” wird im Wellnessdeutsch ein wohlig weich zernuscheltes „kasch-mir”.
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Wir kennen es alle: je länger eine Partnerschaft besteht, desto weniger Aufmerksamkeit zollt man einander. Die eingespielte Routine des Zusammenlebens mindert oft die Sinnlichkeit in der Beziehung.
Bereits in der Antike kannte man das Alltagsproblem und hat die verschiedensten Mittelchen aus der Natur ausprobiert. Bis heute wird manchen Nahrungsmitteln eine aphrodisische Wirkung nachgesagt. Aus dem Meer sollen Austern, Kaviar und Sardellen die Lust steigern. Bei dem Gemüse werden Gurke, Spargel, Zwiebel, Tomate, Rettich, Sellerie, Feldsalat, Karotten und Paprika anregende Wirkungen zugesprochen. Aber auch in Nüssen, Esskastanie oder Melone werden aphrodisische Kräfte vermutet und nicht zu vergessen die Eier, die Kraftpakete vom Huhn. Auch verschiedene grüne Blattgewürze wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Bohnenkraut sollen das Liebesspiel bereichern. Bei den Samengewürzen zählen Anis, Pfeffer, Muskatnuss, Nelken und Senf zu den Lustbringern. Ach ja und da gibt´s dann noch Zimt, Knoblauch, Ingwer und Chili.

Sicher denkst du jetzt: „Mensch, von dem ganzen Zeug nehmen wir doch täglich was zu uns, aber das törnt uns nicht an.” Und das stimmt, denn wissenschaftlichen Anforderungen an einen Wirkungsnachweis hält kaum eines dieser Naturprodukte stand.
Ein Produkt, das allerdings nachweislich eine positive Wirkung zeigt, sind Blumen. Mit der ihnen inne wohnenden Symbolkraft können sowohl Mann als auch Frau der Sinnlichkeit in der Beziehung wieder auf die Sprünge helfen und ihre Zuneigung ausdrücken. Ein bisschen Fantasie hilft dabei: Zur Begrüßung gibt´s schon im Treppenhaus ein Rosenherz aus kleinen Fläschchen (aus dem Leergutkasten) mit jeweils einer Rose. Im Schlafzimmer überrascht ein großes Rosenblattherz das Herzblatt. Tu du´s mit Blumen! Genau wie auf den Fotos. Also lächeln und bitte recht sinnlich!
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Für 65 Prozent der Frauen sind die meisten Anmachsprüche ein Riesen-Abtörn. Dicht gefolgt von schwülstig-kitschigen Komplimenten wie z. B. „Dein Vater muss ein Dieb sein, dass er die Sterne vom Himmel stahl und sie dir in die Augen legte”. Auch eindeutig zweideutige Anspielungen à la „Ruf mich an, ich stehe im Telefonbuch unter ´H´ wie Hengst” sind an Dämlichkeit kaum zu überbieten. Oder vielleicht doch? Wie wär´s mit dem: „Hast Du eigentlich schon gewusst, dass Polen und Indianer die besten Liebhaber sind? Ach, übrigens, mein Name ist Winnetou Koslowski”. Dann gibt´s noch die pseudolustigen mit Kille-kille-Faktor wie „Ich hab meine Telefonnummer verloren. Gibst du mir deine?” oder „All diese Kurven, und ich ohne Bremsen” oder „Mir ist heiß, darf ich mich in deinen Lidschatten setzen?” Manch einer versucht sogar krampfhaft den Anschluss an Ökothemen hinzukriegen und das tönt dann so: „Du musst der wahre Grund für die globale Erderwärmung sein.” AUTSCH, DAS TUT SO WEH!

Bevor ihr das nächste mal so plump daneben haut, könntet ihr doch einfach mal die Klappe halten und euch irgendwie ein Stück weit die platten Anmachsprüche verkneifen. Versucht es mit nonverbaler Kommunikation! So eine mit frischen Blumen gefüllte Tüte - auf der ja nicht unbedingt „Je t´aime” (Ich liebe dich) stehen muss - oder ein Strauß mit Vorschlag für ein Date (bitte nie wieder die abgedroschene Sequenz: „Kannst du essen? Kannst du gehen? Lass uns essen gehen”) wird mit Sicherheit als subtiler, kreativer und charmanter Annäherungsversuch gewertet und verspricht Erfolg. Wenn sich also in Zukunft euer Mund wieder mal unkontrolliert öffnen will, dann denkt an die Zauberformel: Floral schlägt oral. Probiert es aus!
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Wir haben es noch einmal getan! Vor wenigen Tagen fand eine weitere Blumenparty unter dem Motto ‘Tu du’s mit Blumen’ statt. Gefeiert wurde diesmal in Essen-Kettwig, im Blumengeschäft des Floristen-Teams von Duo Floral. Die Blumenfreundinnen aus Essen und dem Umkreis machten sich begeistert ans Werk und gestalteten an diesem Abend einzigartige Kreationen: Vom Blumenkescher bis zum Bohnenboot war alles dabei und durfte anschließend verpackt und mitgenommen werden. Neben einem Sortiment an Schnittblumen, alten, neuen und alternativen Vasen stand auch Gemüse und Obst zur kreativen Verarbeitung bereit.
Wir freuen uns, hier einige Eindrücke des Abends und viele schöne Blumenkreationen zeigen zu können:
Mit dabei: Duo Floral