Das ist ja sup(p)i: Chrysanthemenblüten an Löffelschmaus
Durchschnittlich zwei Teller Suppe pro Woche löffelt der Deutsche laut Statistik, Tendenz steigend. Suppen erleben ein Comeback als Teil einer kreativen, sinnlichen, qualitäts- und figurbetonten Esskultur. Längst ist aus den Metropolen New York und London, den sogenannten „melting pots”, der Trend der Suppenbars auch über unser Land geschwappt. Überall löffeln eilige Geschäftsleute und Touristen die Süppchen aus, die ihnen Trendköche eingebrockt haben. Wie leicht, bekömmlich und gesund eine Suppe ist, hängt selbstverständlich von den Zutaten ab. Ein kräftiger Eintopf, in dem der Löffel zwischen Gemüse-, Kartoffel- und Fleischstücken stecken bleibt, erhält natürlich mehr Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß als ein schmächtige Brühe, die den hungrigen Esser aus einem einsamen Fettauge anschaut. Alles in allem ist die Nährstoffdichte einer Suppe allerdings recht hoch und in der Regel bleibt einem nach dem Verzehr derselben eine Verdauungsnarkose erspart.
Das muss gefeiert werden, dachte man 1996 und gründete kurzerhand das Deutsche Suppen-Institut: Und folglich begehen wir in diesem Jahr zum 13. Mal den Deutschen Suppentag. Dieser fällt übrigens immer auf den Buß- und Bettag und in diesem Jahr zufällig auch auf den Internationalen Welt-Toilettentag. Das ist doch alles komplett versuppt, findet ihr nicht?
Also ich warte nicht auf den 19. November, sondern koch mir mein eigenes Süppchen; passend zur Jahreszeit wäre Kürbis doch köstlich. Und natürlich wird der leckere Löffelschmaus mit Chrysanthemenblüten verfeinert. So sieht´s doch sup(p)i aus.


