Für alle, die Kuchen satt haben:
Nein Mami, wirklich nicht! Ich möchte keinen Geburtstagskuchen. Ich weiß, du meinst es nur gut und du gibst dir auch immer so viel Mühe mit der Verzierung: Allerdings bin ich der Überzeugung, dass ich allmählich aus dem Alter raus bin. Laut Wikipedia ist der Geburtstagskuchen seit Mitte des 19. Jahrhunderts fester Bestandteil der Kindergeburtstage in der westlichen Kultur. Er geht in Deutschland auf die sogenannten Kinderkränzchen zurück, die Anfang des 18. Jahrhunderts Adel und bürgerliche Oberschicht veranstalteten. Die Kinder sollten bei diesen Feiern ein standesgemäßes Verhalten gegenüber Gästen erlernen. Das Bürgertum übernahm diese Sitte und seit etwa 1850 gehört auf den Geburtstagstisch ein Geburtstagskuchen.
Doch inzwischen kann ich mich benehmen, und der Kuchen hat seine Schuldigkeit getan. Ich hatte sowieso in all den Jahren nach jedem Stück das Gefühl, ich müsse eine saure Gurke nachschieben. Sei nicht böse, aber es gibt ja eine echte Alternative.
Binde z.B. einen Reigen grüner Stangenbohnen (es können auch Spargel, Möhren oder Staudensellerie sein) um ein rundes Stück Steckschaum und platziere dort Chrysanthemen oder andere Blumen mit robusten Stielen wie Nelken, Rosen oder Gerbera. Du kannst dir wilde Kreationen ausdenken. Statt Geburtstagskuchen satt eine Floraltorte zum Sattsehen, ja das ist es doch!


